Meine Motivation

Kanzlei Post

Die kurze Version ist:

Ich stamme aus einer Familie, in der der Anwaltsberuf eine gewisse Tradition besitzt. Nichts lag also näher als ebenfalls diesen Weg einzuschlagen.

Meine wirkliche Motivation ist aber eine andere.

In meinem Beruf komme ich mit Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, der gut verdienende Ingenieur ebenso wie der Hartz IV-Empfänger, die Biobäuerin ebenso wie die langjährige Hausfrau, der Bildungsbürger ebenso wie jemand ohne Schulabschluss. All diese Menschen werden bei mir im besten Wortsinne gleich behandelt, nämlich mit meiner vollen Empathie für ihre jeweilige Lebenssituation. Ich sehe meine Berufung und Aufgabe darin, jedem mit Kompetenz und Engagement rechtlich bestmöglich beizustehen. Ich interessiere mich für meine Mandanten, ihre Schicksale und ihr Anliegen, aber auch für das Gesamtsystem, also die Ehe bzw. Partnerschaft und die Familie. Ich bin davon überzeugt, dass ein tiefes Verständnis für die Entwicklung der aktuellen Krise, die normalerweise Grund für meine Einschaltung ist, notwendig ist, um meinen Mandanten nachhaltig zu helfen.

Ich bin seit über 20 Jahren vorwiegend im Familienrecht tätig. Veränderungen in der Gesellschaft spiegeln sich auch in der Entwicklung der familiengerichtlichen Rechtsprechung wider. Eine effektive und nachhaltige Beratung auf diesem Rechtsgebiet erfordert nicht nur beständige Auseinandersetzung mit diesen Veränderungen, sondern auch die Erweiterung der Perspektive. Hier hat insbesondere meine Mediationsausbildung einen großen Beitrag geleistet. Das familiengerichtliche Verfahren lebt von dem Ziel, Eskalationen zu vermeiden oder zu verringern. Im Idealfall führt die Einschaltung des Familienrechtlers dazu, dass die Beteiligten zusammen eine Lösung finden, auch vor Gericht. Schließlich bleiben Familien langfristig miteinander verbunden, das unterscheidet dieses Rechtsgebiet von allen anderen. Der Familienrechtler darf gerade nicht den Fehler begehen, kurzfristige Erfolge anzustreben und damit bereits entstandene Gräben noch zu vertiefen. Ich bin überzeugt davon, dass man damit seinem Mandanten langfristig keinen Gefallen tut. Dies erfordert neben der spezifischen juristischen Profession psychologische Kenntnisse und kommunikative Fähigkeiten, aber natürlich auch viel Berufs- und Lebenserfahrung. Diese vielschichtige Aufgabe, die sich mit jedem neuen Mandat auch wieder neu stellt, empfinde ich als sehr spannend und faszinierend.

Nach all diesen Jahren bin ich immer noch davon überzeugt, einen der schönsten und interessantesten Berufe zu haben, die ich mir vorstellen kann.